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Fünf Fragen für den Fleischkauf

Schon lange wollten wir mal ein paar knackige Punkte zusammentragen, mit denen man sich beim Fleischkauf zu einem guten Ergebnis fragen kann. Im Grunde ist das, was wir bei besserfleisch machen genau das: wir sprechen mit unseren Höfen über Tierhaltung, mit unseren Fleischereien über Reifung und Verarbeitung und versuchen immer, die beste Kombination aus Tierwohl in der Landwirtschaft und Kulinarik bei Euch auf dem Teller zu erreichen. Dass in dem Prozess alle Beteiligten ihren fairen Lohn bekommen ist klar, dadurch haben wir aber auch die Möglichkeit, die Stellschrauben mitzubestimmen.

Was sind unsere Top 5 der Fragen beim Fleischkauf?

1 „Wie wurden die Tiere gefüttert?“

ist eine berechtigte Frage und man kann dadurch sowohl viel über die Tierhaltung erfahren als auch darüber, wie sich an der Fleischtheke selbst mit den eigenen Produkten auseinandergesetzt wurde.

Fleisch aus Übersee ist oft „Grassfed, Grain finished“. Die Tiere sind also in der Regel mit viel Auslauf aufgewachsen, wurden aber die letzten Monate vor der Schlachtung in sogenannten „Feedlots“ mit viel Getreide intensiv gemästet. Getreide muss angebaut, geerntet und transportiert werden und könnte auch vom Menschen selbst gegessen werden. Gras hingegen wäre für den Menschen als Nahrungsmittel nicht nutzbar, wenn nicht die Rinder in der Lage wären, es zu hochwertigem Fleisch umzuwandeln. Nur die Grasbasierte Fütterung sorgt weiter für ein gesundes Fettsäurenverhältnis im Fleisch (die ominösen Omegas), während Getreide für ein gesundheitlich schlechteres Verhältnis von gesättigten und ungesättigten Fettsäuren sorgt.

Für uns ist in dem Zusammenhang aber auch ganz entscheidend, dass die Tiere nicht nur Gras zu fressen bekommen, sondern es sich auch selbst holen können: Weidegang. Wobei; obacht! „Weidegang“ muss nichts bedeuten, das kann auch heißen, dass sich die Tiere täglich ein bisschen die Füße vertreten durften, ohne wirklich auf die Weide zu kommen. „Weidehaltung“ ist das, was wir am liebsten hätten.  Es geht bei unserer Entscheidung nicht nur darum, für uns selbst das beste Fleisch zu bekommen, sondern den Tieren auch das bestmögliche Leben ermöglicht zu haben und das ist für ein Rind schlicht und ergreifend auf der Weide und zwar am besten mindestens mal von Mai bis Oktober.

Wir betonen immer gerne, dass unsere Höfe ihr Heu auch von den eigenen Flächen ernten, was ebenfalls ein kleiner aber wichtiger Punkt ist: wir möchten gerne, dass das Verhältnis von Tieren zu Fläche stimmt. „Flächengebundene Tierhaltung“ nennt sich das in der Landwirtschaft. Ein Hektar Fläche kann etwa eine Kuh ernähren. Hat man mehr Tiere, muss Futter zugekauft werden. Viele extensiv wirtschaftende Höfe haben sogar weniger „Tiere pro Hektar“, weil durch das Beweiden von Naturschutzflächen und der Verzicht auf intensive Düngung etwas mehr Fläche gebraucht wird, um ein Tier satt zu bekommen.

„Extensive Weidehaltung und eine reine Grasfütterung“

2 „Wie wurde das Fleisch gereift?“

Der Schrank von Oma hält auch nach dem zehnten Umzug noch, während die Industrieware schon nach dem ersten Auseinanderbauen wackelt und kippelt. Den Unterschied macht das Handwerk. Genau so ist es, wenn es um das Reifen und Zerlegen von Tieren geht.

Erfahrene Metzger:innen schauen sich nach der Schlachtung die Tiere an und entscheiden, was die besten nächsten Schritte sind. Die Reifezeit und die Zerlegung sind sehr individuell und mit Fingerspitzengefühl anzugehen. Traditionell wird Fleisch trocken gereift. So können im Fleisch Prozesse stattfinden, die für den Geschmack und die Bekömmlichkeit förderlich sind. Gleichzeitig verliert der „Schlachtkörper“ allerdings auch fast 10% Gewicht: Wasser, das verdunstet und den Geschmack intensiver werden lässt. Verzichtet man auf eine lange Trockenreifung, bleibt mehr Wasser im Fleisch, das sich super mitverkaufen lässt. „Wet Aging“ oder „Water Aging“ sind solche Verfahren. Sie lassen das Fleisch auch mürber werden, der typisch-nussige Geschmack trockengereiften Fleisches lässt sich so aber nicht erzeugen. Dafür verliert das Fleisch aber in der Pfanne Gewicht, wenn das Wasser austritt, das während des Reifeprozesses nicht aus dem Fleisch konnte.

„Mindestens zwei Wochen trocken gereift und ohne Zusätze verarbeitet“

3 „Was für ein Tier war das?“

Bei Rindern gibt es große geschlechtsspezifische Unterschiede beim Wachstum. Männliche Tiere wachsen schneller als weibliche Tiere; kastriert – also als Ochsen – wachsen sie allerdings nicht ganz so schnell. Schnell ist gut, wenn schnell viel produziert werden soll. Nicht allerdings, wenn Tierwohl und Genuss an erster Stelle stehen. Rindfleisch profitiert sehr davon, wenn die Tiere langsam wachsen und sich viel bewegen. Durch das langsame Wachstum bilden sich viele kleine Muskelfasern, die zum einen feiner sind, zum anderen nicht so viel Wasser einlagern, das in der Pfanne austritt.

Ochsen (kastrierte Bullen) und Färsen (weibliche Tiere, die noch kein Kalb bekommen haben) leben, dadurch, dass sie langsamer wachsen, länger. Das begünstigt einen weiteren wichtigen Punkt: das intramuskuläre Fett. Das wird erst wirklich eingelagert, wenn die Tiere das Größenwachstum weitestgehend abgeschlossen haben, also ab ca. 2 Jahren (bei den Extensivrindern wie Galloways sogar noch später). Fett ist zum einen Geschmacksträger auf dem Teller, aber auch bei der Reifung ein wichtiger Faktor, weil es auch dort durch Mikroprozesse schon entscheidend zur Geschmacksentwicklung beiträgt. Stark marmoriert bedeutet aber nicht immer auch gut gehalten: wichtig ist, da die Kombination mit dem ersten Punkt, dass sie auch bis zuletzt nicht intensiv gefüttert wurden und das Fett die letzten Wochen mit Kraftfutter ins Tier gestopft.

Die „richtige Antwort“ beim Fleischkauf wäre entsprechend „ein mindestens 2,5 Jahre alter Ochse oder Färse“. Bulle oder gar Jungbulle fällt kulinarisch im Vergleich zu Ochsen und Färsen extrem ab und sollte entsprechend vermieden werden.

4 „Ist das aus Bio-Landwirtschaft?“

Bio ist nicht gleich Bio, aber „Bio“ ist auf Herz und Nieren geprüft. Viele der Aspekte, nach denen wir bei unseren Höfen suchen sind in Grundzügen auch Teil der Standards der Bio-Zertifizierung. Sei es Weidegang für die Tiere, eine flächengebundene Tierhaltung, oder der Verzicht auf Zusatzstoffe in der Wurst (was es gar nicht auf die Liste geschafft hat und leider auch mit dem Handwerk-Punkt noch nicht abgedeckt ist. Auch Handwerksmetzgereien arbeiten mit vielen Mittelchen). Bekommt man nicht viel raus, „muss“ aber Fleisch kaufen, sollte man im Zweifel zu Bioprodukten greifen. Viele der Vorschriften, bspw. zum mindest-Weidegang, zur Getreidefütterung und zu den erlaubten Transportstrecken finden wir viel zu lax, es ist aber ein guter Anfang.

Alternativ sollte man volle Transparenz bei den oben aufgeführten Fragen erwarten. Sätze wie „besser als Bio“ sind selten mehr als hohle Phrasen, genau wie „Bio ist auch nicht mehr, was es mal war“. Mit solchen Aussagen sollte man sich nicht abspeisen lassen. Insbesondere kleinere Betriebe oder Höfe, die ganz außergewöhnlich arbeiten haben es mit den sehr spezifischen Bio-Richtlinien schwer.

So ist beispielsweise unser Hühnerbauer Lars mit seinem Betrieb nicht biozertifiziert, obwohl er alle Richtlinien erfüllt und auch, ohne Siegel auf seine Produkte drucken zu können, nur Bio-Futter für seine Hühner kauft.

Die Antwort sollte klar sein. Entweder „ja“, oder ohne Druckserei erklärt, was Sache ist.

5 „Wo kommen die Tiere her?“

Schlachtet Euer Metzger des Vertrauens noch selbst, oder kauft er Teilstücke vom Großhändler zu? Nur noch wenige Fleischereien schlachten selbst und die wenigsten derjenigen, die nicht mehr selbst schlachten haben feste Partnerschaften mit Höfen und Schlachtereien in der Region.

Kauft ein Fleischer das Fleisch vom Großhändler, hat der es wahrscheinlich von einem Großschlachthof gekauft, der seine Tiere von einem großen Zulieferer bezieht, der mit regionalen Viehhändlern zusammenarbeitet, die in den Regionen die Höfe abfahren und Tiere zusammenkaufen. Das ist eine relativ lange Handelskette und wird auch schnell ziemlich unübersichtlich, was die Transportstrecken betrifft. Jeder Zwischenhändler pocht auf seine Marge und die doofen sind die Bauern, die nehmen müssen, was ihnen gezahlt wird. Ach nee, es gibt noch ein schwächeres Glied in der Kette: die Tiere. Ist die Landwirtschaft unter finanziellem Druck, wird ausgereizt was geht und das geht zu Lasten der Tiere. „Höher, schneller weiter“ ist bei uns in Deutschland zwar auch durch Tierschutz- und Umweltschutz-Gesetze irgendwo gedeckelt, aber wir haben schon bei den Bio-Richtlinien gesagt, dass sie uns oft zu lax sind. Da wollen wir auf keinen Fall, dass bei der Tierhaltung das Tierschutz-Gesetz strapaziert wird.

Das ist übrigens auch ein weiteres Argument dafür, kein Fleisch aus Übersee zu kaufen. Verlässt man Deutschland und die EU, fällt der Stellenwert des Tierschutzes schnell ab und es weht ein anderer Wind.

Dass wir uns gegen Zwischenhändler aussprechen, obwohl wir natürlich selbst einer sind, ist simpel herzuleiten: wir versuchen schmal zu sein und unsere Arbeit auf das reine Vermitteln zu reduzieren. Wir haben keine großen Büros oder Lager, lagern auch keine Ware zwischen und vermarkten erst und schlachten dann. Wir koordinieren die Tiere der Landwirt:innen, die Nachfrage von Eurer Seite und die terminlichen Möglichkeiten, die unsere Metzger:innen haben bestmöglich und errechnen den Verkaufspreis unserer Pakete über das was unsere Partner:innen brauchen, statt Preise zu drücken, um günstiger und mehr zu verkaufen.

So brauchen wir für uns nur unser Gehalt abzuzwacken und keine großen Beträge einzurechnen, die mögliche Verluste oder nicht-Verkäufe abdecken.

Die Antwort sollte also möglichst klar sein, „von Bauer XY um die Ecke, mit dem arbeiten wir bei Rind schon lange zusammen“.

Wie zerlege ich ein Hühner-Paket richtig?

Immer wieder mal Mittwochs ist Hühner-Liefertag. Bei mir stand heute kurz vor acht der GO!-Bote vor der Tür und hat mir vier Bresse-Hennen von unserem Hühnerbauern Lars gebracht.
 
Die habe ich gleich vormittags (Homeoffice sei Dank!) noch zerlegt und die Brühe köchelt jetzt gerade auf dem Herd. Schon ewig wollte ich mal mein Vorgehen beim Zerlegen zeigen und damit zum Einen die Flexibilität, die man hat und zum Anderen auch die vielen Portionen leckeren Hühnerfleisches vorführen.
 
Als kleine Anmerkung: ich habe Lars gebeten, mir die vier kleinsten Hennen des gesamten Schlachttages zu schicken. Ich mag sie um die 900-1000g am liebsten, dann ist ein halbes Huhn eine gute Portion für zweieinhalb Personen zum Abendessen. Als Extra habe ich mir Hühnerleber dazu gewünscht, was auch geklappt hat.
 
Mein Zerlegeplan war wie folgt:
Zwei Tiere habe ich halbiert. Spatchcock-Chicken („Schmetterlingshuhn“ bei uns auf der Rezepteseite), also am Rücken geöffnet und aufgeklappt schlägt meiner Meinung nach jede Form von nicht-Rotisserie-Brathähnchen um Längen. Alles ist gleichermaßen gar und knusprig, ob vom Grill oder aus dem Backofen. Halbiert, wie hier, habe ich bei der Zubereitung die gleichen Voraussetzungen, bin nur flexibler was die Portionierung betrifft. Möchte ich Hühnerteile, kann ich das aufgetaute halbe Hähnchen weiter zerlegen und habe immer noch die Option, mit Haut und Knochen am Fleisch zu garen, was für den Geschmack ebenfalls super ist.
 
Zwei Tiere habe ich weiter zerlegt:
Brust mit Haut am Knochen, meine Lieblingsvariante für die Brust. Ein Beispiel habe ich im letzten Post gebracht. „Krone“ nennt man es auf englisch, angemessen.
 
Oberschenkel mit Knochen. Wenn ich ihn im Ganzen braten oder grillen möchte, dann am liebsten „Bone-in“, ausbeinen kann ich nach dem Auftauen immer noch, wenn ich beispielsweise ein Hähnchengeschnetzeltes machen möchte.
 
Die Unterschenkel und Wings werde ich nachher noch in der fast fertigen Brühe für 30 Minuten gar ziehen lassen und friere sie so vorgegart ein. Wenn es uns dann mal danach ist, kann man sie auftauen und einfach in der Pfanne kurz knackig anbraten und mit einer Marinade glasieren.
Die Hälse, Flügelspitzen und Karkassen habe ich für die Brühe im Backofen angeröstet und lasse sie jetzt ein paar Stunden sanft köcheln. Die letzte Stunde kommt noch etwas Gemüse dazu, das ich ebenfalls angeröstet habe.
So wird aus vier Hühnern ein richtig großer und vielseitiger Vorrat, der viel Vorfreude aufs Essen und Kochen macht.
 
Ausführliche Zerlegeanleitungen in Foto und Video findet ihr übrigens hier: Zerlegeanleitungen
 

Das Schicksal der Milchkälber: Lösung dringend erwünscht!

„Baden-Württemberg verbietet Kälbertransporte nach Spanien“, schreibt der SWR gestern Abend auf Basis einer dpa-Meldung.

Nachdem eine SWR-Recherche herausgefunden hatte, dass auch Kälber aus BaWü und Rheinland-Pfalz auf Videos aufgetaucht sind, in denen sie im Nahen Osten geschächtet wurden, hat BaWü reagiert und Transporte von nicht abgesetzten Kälbern nach Spanien verboten. „Nach SWR-Recherchen werden die Kälber über Spanien in den Nahen Osten transportiert und dort geschächtet.“ schließt die Meldung.

Bei den Tieren, um die es geht, handelt es sich um Kälber, die geboren werden, damit die Kühe weiter Milch geben, von den Milchhöfen allerdings als „unnötiger Kostenfaktor“ schnellstmöglich – also im Alter von zwei Wochen – verkauft werden. Der Abverkauf der Kälber ist quer durch alle Spielarten der Landwirtschaft, von konventionell bis ökologisch gängige Praxis.

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Neue Bestellrunde mit Weiderind, Weidehuhn und Weidelamm

Moin ihr Lieben,
der November beginnt stürmisch. Vor dem Fenster reißt der Wind an den Ästen der Bäume und das Herbstlaub begleitet die Gedanken zu diesem Newsletter. Unsere Bestellrunde kommt mit viel Schwung und vielen tollen Produkten.

Zur Auswahl stehen nun, wo es für Mensch und Tier durch den Herbst geht, Pakete mit Aubrac-Rindfleisch von Dirk Düwiger aus der Nähe von Lübeck. Er stellt uns seinen Hof weiter unten persönlich vor.

Mit dabei sind Bresse-Weidehühner von Lars Odefey, der südlich von Lüneburg eine ganz außergewöhnliche Hühnerhaltung betreibt und Suffolk-Weidelamm aus der Wilster Au, dass wir euch ebenfalls weiter unten vorstellen.

Auf all diesen Betrieben werden viele Dinge richtig gemacht und wir freuen uns, diese Höfe als Partner zu haben.

Viel Spaß mit diesem Newsletter wünscht euer besserfleisch-Team,
May & Ingmar

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Neue Bestellrunde mit Yak- und Aubracfleisch

Moin ihr Lieben,

Ingmar meldet sich nun das erste Mal mit dem neuen Newsletter. Meine dritte Woche bei besserfleisch beginnt gerade und ich bin weiter sehr glücklich, hier dazugestoßen zu sein.

Die letzten Wochen habe ich natürlich erstmal einen Überblick von dem bekommen, was May hier geschaffen hat. Die landwirtschaftliche Sicht, was für eine Erleichterung es ist, für ein paar wenige Tiere im Jahr keine komplette Fleischvermarktung aufrecht halten zu müssen, kenne ich ja schon von früher. Wie viel Leidenschaft, Arbeit und Mut dahinter steckt, das richtig gut zu machen, ist beeindruckend.
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Fleischglück-Interview zum Anhören

Mit David vom Fleischglück-Podcast habe ich über unsere Maßstäbe bei der Tierhaltung und Ansprüche an die Produktqualität gesprochen. Wie gutes Fleisch entsteht und warum besserfleisch kein moderner Ablasshandel ist – und niemals sein darf.
Wie wir unsere Zusammenarbeit für ein langfristiges Miteinander gestalten, und natürlich welche Baustellen wir noch bearbeiten sollten: in der Gesellschaft, in der Fleischbranche und bei uns.

Zum Anhören: Podcast auf Spotify
Zum Anhören: Podcast auf iTunes
Zum Anschauen: Interview auf Youtube 

Unser Schlachter Fritze

Dies ist ein Auszug aus unserem Newsletter vom 23.06.2020:

In der heutigen Mail möchte ich meine und eure Aufmerksamkeit jemandem widmen, der besserfleisch von Anfang an mit Expertise, Tatkraft und vor allem Menschlichkeit unterstützt. Ohne den die ganze Arbeit für uns nur halb so viel Spaß machen würde, und das Fleisch am Ende vielleicht auch nur halb so gut wäre:  Unser Schlachter Fritze. 
Die Zeit ist reif, unseren Schlachter mal gebührend vorzustellen.

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Wie zerlege ich ein Huhn?

Ein Huhn zerlegen ist sehr viel einfacher, wenn man weiß, was man tut.

Deswegen haben wir verschiedene Anleitungen für Euch vorbereitet. Für die Freund:innen der Schnitt-für-Schnitt-Anleitungen haben wir die einzelnen Schritte aufgearbeitet, unten haben wir zwie Videos eingebunden. Eines mit unserem Hühnerbauern Lars und eines, in dem Ingmar vom besserfleisch-Team ein Huhn zerlegt.

Und auch für die Erfahrenen unter euch sind noch wertvolle Extratipps dabei.Weiterlesen

Besuch bei Bauer Dirk

Letzte Woche war ich wieder zu Besuch bei Dirk, wollte mir alles nochmal anschauen, die letzten Details besprechen und neue Fotos machen.

Normalerweise sieht hier alles idyllisch aus, deswegen habe ich die Wetterwarnung komplett ignoriert. Das bisschen Regen kann doch nicht so schlimm sein…. Weiterlesen

Was passiert mit männlichen Milchkälbern?

Als Kirsten im Juni 2019 bei uns anrief, wussten wir sofort, dass wir zusammen passen. 4 Jahre zuvor hatte sie den konventionellen Milchhof ihrer Eltern übernommen, und ihn bereits mit vereinten Kräften komplett auf links gedreht.

Für die Rinder hat sich dabei einiges geändert – zum Beispiel behalten nun alle Tiere ihre Hörner. Die größte Veränderung kommt für die männlichen Milchkälber.Weiterlesen

Fleisch essen.

Wahrscheinlich sind die meisten von uns hier, weil wir uns kritisch mit Fleischkonsum und Tierhaltung auseinandersetzen. Manche von uns haben vegetarische Phasen hinter sich, manche essen nur ganz selten Fleisch, manche möchten ganz einfach mit Massentierhaltung nichts mehr am Hut haben. Manche wollen einfach nur gutes Fleisch essen.

Ich dachte lange, Fleisch essen ist eine einfache Sache: „Ja“ oder „Nein“, eine Entscheidung getroffen, fertig. Aber so simpel ist das nicht. Weiterlesen

Kühe, Methan und das Klima – „Die Kuh ist kein Klimakiller“

Eines der größten Missverständnisse über Rindfleisch ist die pauschale Annahme, Rinder seien schlecht für die Klimabilanz. Sie seien schlechte Futterverwerter und rülpsen viel Methan aus. Solche Berechnungen beziehen sich auf Rinder, die man das ganze Jahr in den Stall stellt, ihnen Futter gibt, dass nicht für ihre Mägen gemacht ist, und für den Futteranbau Ackerfläche belegt wird oder sogar Regenwald abgeholzt wird.Weiterlesen

besserfleisch ist in den Kieler Nachrichten

„Auf der einen Seite erhalten Landwirte vom Markt nur Centbeträge für ihre Produkte, auf der anderen Seite wird von ihnen eine umweltschonende Lebensmittelproduktion erwartet, bei der auch das Wohl der Nutztiere beachtet wird.

Wie Landwirte mit diesen herausfordernden Voraussetzungen umgehen, zeigen fünf Beispiele aus Schleswig-Holstein: Es sind Projekte für die Artenvielfalt, für regionale Produkte oder für Schweine, die länger am Leben gelassen werden als üblicherweise. Es geht aber auch um die Nutzung des Internets…“

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Tipp: Fleisch „richtig“ einfrieren und auftauen.

Unsere Pakete enthalten 5 kg Rindfleisch. Da der Großteil eines Pakets von euch eingefroren wird, haben wir die wichtigsten Tipps fürs Einfrieren und Auftauen für euch zusammengetragen:

Grundsätzliches Ziel: Lange Haltbarkeit, geringe Bakterienentwicklung, und Erhalt von Geschmack und Zartheit des Fleisches. 
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Was bedeuten die heißen Temperaturen 2018 für unsere Rinderbauern?

Heute ist der heißeste Tag des Jahres. Die aktuellen Temperaturen haben sich auch schon auf die Ernte ausgewirkt, das ging schon durch die Medien. Aber wisst ihr auch, was die aktuellen Temperaturen für unsere Biobauern und ihre Rinderhaltung bedeutet?

All unsere besserfleisch-Bauern sind überzeugte Biobauern, halten ihre Rinder auf der Weide, und wenn im Winter nichts mehr zu fressen wächst, bekommen die Rinder ausschließlich Heu und Heulage zugefüttert.Weiterlesen

Wie viel Filet bekommt man aus einem Rind? 

Oft wird nur noch das Filet gekauft. Zum Einen, weil es im Vergleich zu früher unglaublich günstig geworden ist. Andere Stücke wie Braten und Rouladen sind vielleicht zu aufwändig in der Zubereitung, oder werden als weniger wert empfunden.

Wir finden:

Wenn man ein Rind für sein Fleisch schlachtet, dann muss man es ganz verwerten. Das gilt für beide Seiten: Als Verbraucher sollte man nicht nur zum Filet greifen, als Erzeuger/Verkäufer alle Teile anbieten. Denn sonst wird mit dem Fleisch nicht genug verdient, was am Ende zu Lasten der Tiere geht.Weiterlesen

Was jeder Fleischkäufer über Fleischreifung wissen sollte

Fleischreifung ist ein Thema, dass nur sehr selten besprochen wird. Kaum einer weiß, was mit Fleisch gemacht werden muss, bevor es genießbar ist – und welche Fragen sich beim Fleischkauf lohnen. Das kommt vor allem den Verkäufern zugute, denn bei der Reifung lässt sich viel Geld sparen.

Wir haben für euch die wichtigsten Dinge zum Thema Fleischreifung zusammengefasstWeiterlesen

Unser erstes Fell ist fertig!

Unser Ziel ist es, bei einer Schlachtung alles vom Rind zu verwerten. Deswegen haben wir uns umgeschaut, was es für Möglichkeiten bei der Fellverarbeitung gibt. Nicht mehr viele, wie sich herausstellt. In ganz Schleswig-Holstein gibt es nur noch einen traditionellen Gerber, der das Handwerk hauptberuflich ausübt. Helmut Naujoks.Weiterlesen

Woran erkennt man gutes Fleisch? Thema Geschlecht

Unser Schlachter führte uns durch seinen Trockenraum, zeigt uns verschiedene Rinderhälften, magere und fettere, männliche und weibliche, und erklärte lachend: „Mir ist es weiblich am liebsten – in allen Lebenslagen.“
Klingt erstmal vernünftig – aber warum sagt der gute Mann das?  Weiterlesen

Übers Schlachten reden

Für die meisten von uns ist das Schlachten so abstrakt und alltagsfern, dass wir beim Fleischkauf nicht daran denken. Kaum einer von uns Fleischessern weiß, wie eine Schlachtung abläuft. Im Supermarkt wird uns auf den Packungen lediglich „glückliche Kuh“ oder „lecker Steak“ suggeriert, aber der unbequeme Teil der Schlachtung wird nicht angesprochen. Weiterlesen